Ausführlichere Informationen zu uns findet Ihr in den entsprechenden Abschnitten dieses Wahlprogramms.
In den vergangenen Monaten wurden nahezu alle Studien- und Prüfungsordnungen der Bachelor-Studiengänge überarbeitet. Zum kommenden Wintersemester werden sie in Kraft treten. Zum Teil wird es deutliche Verbesserungen für die Studierenden geben. Unsere Forderungen nach weniger Prüfungen, weniger Workload und studierbaren Studiengängen wurden an vielen Stellen umgesetzt. Natürlich werden die Aktiven Idealisten sich auch weiterhin für Verbesserungen einsetzen. Zum Wintersemester muss es zunächst aber allen Studierenden möglich gemacht werden, in die neuen Studienordnungen zu wechseln, damit sie von den Erleichterungen zumindest noch für einen Teil ihres Studiums profitieren können.
Für den ersten Bachelor-Jahrgang kommen diese Änderungen allerdings zu spät. Die Studierenden schreiben gerade an ihren Abschlussarbeiten. Für sie fordern die Aktiven Idealisten, dass die Universität des Saarlandes für jede und jeden von ihnen einen Master-Platz zur Verfügung stellt. Denn wer sein Studium mit einem Master beenden möchte, muss an der UdS auch die Möglichkeit dazu bekommen. Wir kämpfen daher im Moment mit Universität und Land dafür, dass genügend Geld und somit Studienplätze ab Wintersemester zur Verfügung stehen werden.
Bibliotheken sind ein wesentlicher Bestandteil eines Studiums. Ohne sie wäre kein wissenschaftliches Arbeiten möglich. Deswegen setzen sich die Aktiven Idealisten dafür ein, dass deren Öffnungszeiten ausgebaut werden. Dazu zählen längere Öffnungs- und Ausleihzeiten, insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende. Studenten sollten die Möglichkeit haben auch am Wochenende länger als 12.30 Uhr Bücher in der SULB ausleihen zu können. Außerdem schlagen wir vor, dass die kleinen Institutsbibliotheken zu größeren Bereichsbibliotheken zusammengefasst werden, so dass diese auch längere Öffnungszeiten anbieten können.
Zusätzlich fordern wir eine bessere Ausstattung der Bibliotheken. Es sollte überall Schließfächer und ausreichend ruhige Leseplätze geben. Insbesondere bei der Neugestaltung des SULB-Lesesaals arbeiten wir aktiv an der Planung der Ausstattung mit.
Das Lehramtsstudium an der UdS ist trotz aller Verbesserungen der letzten Jahre immer noch überfrachtet und zu theoretisch. Studierende müssen den Spagat zwischen ihren beiden Hauptfächern meistern und zusätzlich die erziehungswissenschaftlichen Veranstaltungen dazwischen quetschen, wobei gerade diese oft recht praxisfern gestaltet werden und meist total überfüllt sind. In einem im Sommersemester 2009 eingeführten Losverfahren wird entschieden, wer einen heiß begehrten Seminarplatz bekommt. Dieses wurde mittlerweile nachgebessert. Dennoch ist es gerade für Lehramtsstudierende nicht zumutbar, ein Los über die Teilnahme an Pflichtveranstaltungen entscheiden zu lassen.
Die Aktiven Idealisten fordern daher neben einem praxisorientierteren Lehramtsstudium und angemessenen Seminarräumen ein transparenteres Anmeldeverfahren. Die Anzahl der Seminarplätze muss an die Nachfrage angepasst werden, um unnötige Verzögerungen im Studienablauf zu vermeiden.
Außerdem setzen sich die Aktiven Idealisten für einen verkürzten Prüfungszeitraum während der Prüfungen für das erste Staatsexamen ein.
Über die Probleme mit überfrachteten Studiengängen und Studienordnungen hinaus wird das Studium aber auch dadurch erschwert, dass Lehrveranstaltungen nicht häufig genug (gerade bei auslaufenden Studiengängen nach der Umstellung auf Bachelor/Master) und/oder nicht mit ausreichenden Kapazitäten (z.B. Seminarplätze) angeboten werden. Hier muss die Universität Abhilfe schaffen, so dass die Studiengänge auch in angemessener Zeit studierbar sind.
Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass die Lehrveranstaltungen auch qualitativ den Ansprüchen genügen. Hierzu ist eine Evaluation und eine Verbesserung der dadurch aufgedeckten Schwachstellen unerlässlich.
Leider sind die Anmeldeverfahren in den unterschiedlichen Fächern nicht einheitlich geregelt. Wer beispielsweise Sport und Englisch auf Lehramt studiert, muss sich mit drei verschiedenen Anmeldeportalen (VILI, CLIX und LSF) auseinandersetzen. Bei sämtlichen Portalen gelten unterschiedliche Anmeldetermine bzw. -fristen, so dass die Studierenden eher mit der Organisation ihrer Anmeldungen als mit Wissenserwerb beschäftigt sind. Gerade die verschiedenen Anmeldetermine führen zu Schwierigkeiten beim Erstellen des Stundenplans. Die Aktiven Idealisten fordern daher ein einheitliches Anmeldesystem mit benutzerfreundlicher Oberfläche und ohne Zusammenbruch des gesamten Systems. Außerdem fordern wir einheitliche Anmeldefristen.
Seit diesem Sommersemester gibt es ein neues Prüfungsanmeldeverfahren für die Philosophischen Fakultäten I und II. Studierende haben sechs Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit die Möglichkeit, sich online im LSF für Prüfungen an- oder abzumelden. Danach gibt es weitere drei Wochen (bis zur neunten Vorlesungswoche), in denen man sich ausschließlich auf dem Prüfungsamt an- oder abmelden kann. Die Aktiven Idealisten sehen diese neue Regelung kritisch, da sie die Studierenden dazu zwingt, sich sehr früh festzulegen, welche Prüfungen sie ablegen wollen. Für kurzfristige Änderungen besteht nach der neunten Woche kein Spielraum mehr. Im schlimmsten Fall verliert man einen von drei Prüfungsversuchen. Der Versuch eines einheitlichen Prüfungsanmeldeverfahrens in der PhilFak ist zwar gut und schön, der Zeitpunkt der Deadline liegt jedoch zu früh im Semester. Wir fordern in Zukunft eine stärkere Zusammenarbeit mit den Fachschaftsräten, da diese bei der Einführung dieser Regelung übergangen und vor vollendete Tatschen gestellt wurden.
In der Rahmenprüfungsordnung sind für die Bachelor-Studiengänge grundsätzlich vier Wochen und für die Master-Studiengänge sechs Wochen Korrekturfrist von Leistungskontrollen vorgesehen. Dies wird in vielen Fällen nicht eingehalten. Für die Studierenden bedeutet dies die Ungewissheit, ob sie in Folgeveranstaltungen zugelassen werden.
Die meisten Bachelorstudiengänge an der UdS wurden schon hinsichtlich der Anzahl von Prüfungsleistung entschlackt. Dieser Prozess muss unter Beteiligung der Studierenden kritisch fortgesetzt werden, insbesondere hinsichtlich der zahlreichen Mastereinführungen ab dem Wintersemester. (siehe auch: „Mehr Service und Unterstützung für die Studierenden“)
Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudium hat dazu geführt, dass Studierende immer mehr Zeit auf dem Campus verbringen um dort zu arbeiten und zu lernen. Dafür brauchen die Studierenden eigens eingerichtete studentische Lern- und Arbeitsräume, zu denen jederzeit Zugang besteht. Bisher konnten wir erreichen, dass in Gebäude C 5.2 sechs Räume im obersten Stock zu Arbeitsräumen dauerhaft umfunktioniert wurden. Allerdings sind diese bis jetzt nur provisorisch eingerichtet. Deswegen fordern die Aktiven Idealisten eine bessere Lernatmosphäre und Ausstattung der Lernräume. Dazu gehört eine angemessene Einrichtung, wie zum Beispiel Whiteboards, gute Beleuchtung, außerdem Schließfächer, Drucker/Kopierer und Ruhezonen.
Darüber hinaus fordern wir eine flächendeckende Verteilung von Lern- und Arbeitsräumen sowohl in Homburg als auch in Saarbrücken, damit Studierende aller Fachrichtungen Zugang zu solchen Räumen haben.
Unserer Meinung nach gehören Lern- und Arbeitsräume zu der Grundausstattung von heutigen Hochschulen. Dies zeigt sich auch an anderen Hochschulen, wo solche Räume zunehmend geschaffen werden. Aus diesem Grund fordern wir die Finanzierung der Räume seitens der Universität und nicht aus Kompensationsmitteln für Studiengebühren. Wir halten die Schaffung neuer Arbeitsräume in Zusammenhang mit einem Hörsaalneubau für realisierbar.
Derzeit befindet sich die Universität der Großregion (UGR), ein Zusammenschluss der Universitäten Lüttich, Luxemburg, Saarbrücken, Kaiserslautern, Trier, Metz und Nancy, im Aufbau. In Zukunft soll ein Austausch zwischen den Hochschulen ermöglicht werden bis hin zu multinationalen Studiengängen und Abschlüssen.
Wir, die Aktiven Idealisten, setzen uns im Studierenden-Beirat der UGR dafür ein, dass das Projekt allen Studierenden zugute kommt. Dafür fordern wir spezielle Stipendien, zum Beispiel auch für kurze Sprachaufenthalte und -kurse in den anderen Ländern. Wir bemühen uns um gemeinsame Projekte wie Sportveranstaltungen und Kulturaustausche.
Damit alle Studierenden die Möglichkeit bekommen dieses Angebot zu nutzen, kümmert sich eine eigens eingerichtete Gruppe von Experten um die bessere Vernetzung des öffentlichen Verkehrsangebots.
Für die Studierenden ist die Möglichkeit des europaweiten Studiums optimal. Mit der Gastprofessur Europa und der Schaffung der Europaprofessur werden auch bereits echte Verbesserungen für die Studierenden in Saarbrücken erreicht. Bemühungen, die es in Zukunft zu intensivieren gilt.
In allen Fächern muss zukünftig die Anerkennung von Auslandsleistungen einfach und transparent gestaltet werden, damit die Studierenden nicht mehr monatelang von einer Sprechstunde in die nächste laufen müssen. Dies bedeutet vor allem, dass zusätzliche Leistungen aus dem Ausland anerkannt werden, Noten fair umgerechnet werden und, sofern notwendig, zusätzliche Prüfungen an der UdS abgelegt werden können.
Durch die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor/Master wurde die Möglichkeit sich in Teilzeit einzuschreiben flächendeckend geschaffen.
Problematisch ist das Teilzeitstudium aber in Zusammenhang mit zum Beispiel BAföG, Kindergeld und dem Jobben. Denn wer in Teilzeit studiert, gilt nicht als „ordentlich“ eingeschrieben und damit fällt dann auch der Anspruch auf BAföG, Kindergeld und die Sozialversicherungsbefreiung beim Jobben weg.
Die Aktiven Idealisten setzen sich daher dafür ein, dass das Teilzeitstudium auch mit BAföG, Kindergeld und Sozialversicherungsbefreiung möglich ist, damit dies zu einer echten Option für Studierende wird. Dazu haben wir bereits eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, durch kontinuierliche Nachfragen bei Bundestagsabgeordneten werden wir uns weiter bemühen, dass das Teilzeitstudium zur echten Option wird.
Im Campus Center sind nunmehr alle wichtigen Serviceeinrichtungen zusammengefasst. Dies darf aber nur ein erster Schritt sein. Zu oft noch fühlt man sich als Rat suchender Student als lästiger Bittsteller. Gerade in Anbetracht des Europa-Schwerpunkts der Universität des Saarlandes sollte es Ansprechpersonen geben, die mindestens eine Fremdsprache beherrschen. Die Arbeitsbedingungen für das Servicepersonal müssen verbessert, die Stellenanzahl erhöht werden, damit die Universität ihre Dienstleistungen auch qualitativ steigern kann.
Die Öffnungszeiten der Prüfungsämter müssen erweitert und der Ablauf optimiert werden. Für die Studierenden muss unmissverständlich klar sein, wer ihre Ansprechpersonen sind. An Infopoints für Prüfungsämter muss das Personal auch auf speziellere Fragen geschult sein oder mehrere kompetente Ansprechpartner innerhalb des Prüfungsamtes vorhanden sein. Die Wartezeiten an den Prüfungsämtern sind zu verkürzen. Die Universität des Saarlandes versteht sich als internationale Universität. An allen Service- und Verwaltungsstellen der Universität muss daher mindestens eine Person Beratung auch in Englisch anbieten können.
Dies gilt auch zum Beispiel für das Lehrpersonal, das für Studierende mehr erreichbar sein sollte als teilweise nur einzelne Stunden pro Woche sowie nach langfristiger Voranmeldung und langen Wartezeiten. In einigen Fachbereichen ist dies vorbildlich gelöst, in anderen besteht noch erheblicher Nachholbedarf.
In erster Linie gehört dazu die Fortführung der Zahlungen der Labormaterialien in den naturwissenschaftlichen Studiengängen auch nach Wegfall der Studiengebühren. Außerdem sollen die Fachrichtungen die Studierenden, insbesondere in den Studiengängen, in denen Praktika vorgeschrieben sind, bei der Praktikumssuche unterstützen. Dies kann durch die Pflege von Kontakten zu potentiellen Arbeitgebern als auch durch das einfache Anbringen von Praktikumswänden oder der Einrichtung von Praktikumsmailverteilern erfolgen.
Wichtig ist für die Aktiven Idealisten auch, dass die ebenfalls auf dem Campus angesiedelten Serviceeinrichtungen, die nicht Bestandteil der Universität sind, gute Arbeit leisten. Im Rahmen des Studentenwerkvorstandes wirken wir aktiv an der Gestaltung des Angebotes mit. Dabei achten wir auf einen Ausbau des Angebots, wie beispielsweise notwendig gewordene verlängerte Öffnungszeiten der Mensa oder die Neugestaltung der Wohnheime. Die Kosten müssen für die Studierenden in einem angemessenen Rahmen bleiben. Außerdem soll zukünftig die Psychologisch-Psychotherapeutische Beratungsstelle (PBB) dem Studentenwerk angegliedert werden. Da die Universität den Betrieb nicht mehr voll bezahlen möchte, achten wir darauf, dass die zusätzlichen Kosten nicht zu Lasten der Studierenden gehen. Wir treten für einen Ausbau des Angebots der PPB ein, sofern sie sich sozialverträglich finanzieren lassen.
Wer findet sich schon auf der UdS-Seite zurecht? Genau… Wir fordern eine Homepage mit Beratungsportal, über das von Sprechzeiten, Kontaktdaten über allgemeine Informationen bis hin zu Formularen auf alles zugegriffen werden kann. Dafür muss die Benutzeroberfläche unter Beteiligung von Studierenden überarbeitet werden.
Wir wollen eine Internetplattform, an der alle mitarbeiten können. Hier soll es neben der Auflistung von Kontakt und Beschreibung aller Fachschaftsräte, Gremien und Ausschüsse auch eine Möglichkeit geben, schnell und einfach auf Protokolle und Termine zurückzugreifen. Dies ist Voraussetzung für eine demokratische Universität!
Die Aktiven Idealisten unterstützen das Konzept der Kinder-Uni. Wir fordern aber, dass hierdurch der reguläre Lehrbetrieb nicht länger beeinträchtigt wird. Die frühzeitige Werbung potentieller Studierender darf nicht zur Verlagerung von Vorlesungen mit mehreren hundert Teilnehmern führen. Eine Verschiebung der Kinder-Uni in die vorlesungsfreie Zeit würde allen nützen.
Für die abgeschafften allgemeinen Studiengebühren wird die Universität Kompensationsmittel vom Land bekommen. Diese sollen die durch die Abschaffung der Studiengebühren weggefallenen Einnahmen ausgleichen. Die Aktiven Idealisten fordern in diesem Zusammenhang, dass die Einnahmen komplett ersetzt werden.
Die Mitbestimmung der Studierenden bei der Verteilung hat sich bewährt. Daher müssen die Studierenden auch bei der Verteilung der Kompensationsmittel paritätisch beteiligt werden, wie es bei den Studiengebühren der Fall war, um eine sinnvolle Verwendung sicher zu stellen.
Die Aktiven Idealisten waren und sind gegen Studiengebühren in jeder Form. Langzeitgebühren machen keinen Sinn, da die Studierenden in Bachelor- und Master-Studiengängen zwangsexmatrikuliert werden, wenn sie die benötigten Leistungsnachweise nicht erbringen. Die Einführung von Langzeitgebühren setzt an der falschen Stelle an. Der Fakt, dass Studierende über die Regelstudienzeit hinaus studieren, findet seine Ursache oft im Jobben neben dem Studium, BAföG-Wegfall, Krankheit oder im ehrenamtlichen Engagement neben dem Studium. Häufig verlängert sich das Studium wegen unzureichender Seminarplätze, nicht angebotener oder sich überschneidender Lehrveranstaltungen. Ein Zweitstudium hingegen nehmen Studierende oftmals auf, um ihre Arbeitsmarktchancen zu verbessern oder gar, weil sie mit ihrem ersten Abschluss keinen Arbeitsplatz gefunden haben. Da Studierende im Zweitstudium keine finanzielle Unterstützung wie BAföG oder Kredite bekommen können, macht die Finanzierung eines zweiten Studiums ohnehin schon schwer genug. Die Einführung dieser Studiengebühren würde darüber hinaus für die Universität einen Verwaltungsaufwand mit sich bringen, der die Einnahmen aus diesen Gebühren voraussichtlich übersteigen wird. Daher kämpfen wir gegen die Einführung von Langzeit- und Zweitstudiengebühren.
20% der Studierenden brechen ihr Studium aus finanziellen Gründen ab (HIS-Studie, Anfang 2010 veröffentlicht). Darum brauchen wir ein bedarfsgerechtes BAföG. Die Aktiven Idealisten fordern ein solches BAföG. Der Höchstsatz liegt heute bei 643 Euro pro Monat. Statt die Studienfinanzierung immer mehr in die private Verantwortung jedes Einzelnen zu entlassen, fordern wir für alle Studierenden einen Sockelbetrag elternunabhängigen BAföGs in Höhe von 350 Euro pro Monat. Zusätzlich soll es eine elternabhängige Förderung für Studierenden geben, so dass der Höchstsatz bei 750 Euro pro Monat Gesamtleistung liegt. Durch den elternunabhängigen Sockel sollen alle Studierenden sich unabhängig und ohne Druck vom Elternhaus für ihr Studienfach entscheiden können. Die Aufteilung in hälftige Förderung einerseits und zinsloses Darlehen andererseits soll unserer Ansicht nach dabei erhalten bleiben.
Eine völlig falsche Entwicklung ist nach Meinung der Aktiven Idealisten das Forcieren der eigenverantwortlichen Finanzierung des Studiums durch Vergabe von angeblich zinsgünstigen Darlehen. Hier droht die Schuldenfalle. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass Studierende Zeit ihres Lebens Probleme haben ihre Darlehen zurückzuzahlen. Hinzu kommt, dass vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise die Beschäftigungs- und Verdienstaussichten deutlich ungewisser geworden sind.
Um Studierenden aus bildungsfernen Schichten einen Studienanreiz zu bieten, beabsichtigt die Bundesregierung ein nationales Stipendiensystem aufzulegen. Hierbei sollen die Hochschulen für 8% ihrer Studierenden Stipendien von Privaten einwerben, die dazu zur Hälfte vom Staat finanziert werden. Die Vergabe der Stipendien wird einzig von der Notenleistung abhängen und lediglich für zwei Semester erfolgen. Die Aktiven Idealisten lehnen dieses Stipendiensystem ab. Es wird nicht dazu führen, dass mehr Kinder aus bildungsfernen Schichten an die Hochschulen gelockt werden: Der Notenerfolg hängt nicht zwangsläufig von der Begabung ab. Einen maßgeblichen Einfluss auf diesen Erfolg hat die Vorbildung und das Einkommen der Eltern.
Neben dem nationalen Stipendiensystem gibt es in Deutschland klassische Stipendien verschiedener Stiftungen, deren Büchergeld nun auf 300 Euro erhöht wird. Diese Erhöhung auf das 3,5-fache des bisherigen Betrags begünstigt vor allem Studierende aus gut situierten Elternhäusern, welche die Förderung gewiss weniger nötig haben als Kinder aus bedürftigen Familien. Selbst StipendiatInnen lehnen die Büchergeld-Erhöhung ab.
Sowohl die Mittel für die Büchergelderhöhung als auch die Mittel für das nationale Stipendiensystem sollten aus unserer Sicht dazu verwendet werden, dass mehr Studierende in den Genuss eines klassischen Stipendiums oder einer BAföG-Förderung kommen können.
Studierende mit Kind müssen sich besonderen Herausforderungen stellen. Eltern und Kind haben es nicht einfach, insbesondere dann, wenn Leistungen nach BAföG bezogen werden. Die Aktiven Idealisten wollen studierende Eltern unterstützen. Daher werden wir uns für die Einführung einer Babybeihilfe einsetzen. Diese Hilfe in Höhe von 60 Euro pro Semester und Kind soll studierende Eltern in Anerkennung ihres erhöhten Aufwands finanziell unterstützen.
Seit 01.11.2006 gilt der neue Tarifvertrag für die Länder (TV-L). Einmal mehr sind studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte an Hochschulen aus diesem Tarifvertrag ausgenommen, so dass die Hochschulen und die wissenschaftlichen Einrichtungen selbst bestimmen, zu welchen Konditionen sie diese Hilfskräfte einstellen. Insbesondere die Bezahlung können sie selbst festlegen. Selbst bei Jobs, bei denen heute noch relativ viel bezahlt wird, kann die Hochschule kurzerhand die Bezahlung drastisch kürzen.
Die Aktiven Idealisten setzen sich dafür ein, dass die studentischen und die wissenschaftlichen Hilfskräfte eine tarifrechtliche Absicherung erfahren, damit diese Hilfskräfte auch gutes Geld für ihre Arbeit bekommen, die vorher teilweise sogar von ausgebildeten Vollzeitkräften ausgeführt wurde.
Dass eine tarifrechtliche Absicherung Sinn macht, zeigt sich an der jüngsten Lohnerhöhung: Die studentischen Hilfskräfte an der Universität des Saarlandes erhalten nach der ersten Erhöhung seit 11 Jahren 0,8% mehr Lohn, das sind ganze 6 Cent pro Stunde. Die Beschäftigten, für die der TV-L gilt, konnten dagegen eine Lohnerhöhung von 8% einstreichen.
Ohne die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte geht an der Universität nichts! Da ist es nur fair, wenn sie auch anerkennend entlohnt werden.
Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen Land und Universität über den nächsten Globalhaushalt der Uni. In den letzten Jahren hat man sehr deutlich gemerkt, dass die Universität dringend mehr Geld vom Land zur Verfügung gestellt bekommen muss, um eine gute Forschung und vor allem Lehre anbieten zu können. Wir fordern daher vom Land eine deutliche Erhöhung des Haushaltes der Universität. Unabhängig von den Mitteln für Forschung und Lehre müssen steigende Energiepreise und Personalkosten vom Land in voller Höhe übernommen werden. Im Bereich der Gelder für Forschung und Lehre darf sich das Land nicht aus der Verantwortung ziehen. Die Universität darf nicht gezwungen werden von ihren Studierenden Studiengebühren zu erheben, um eine gute Lehre anbieten zu können. Dies ist Aufgabe des Landes und muss sich in der Erhöhung des Globalhaushaltes widerspiegeln.
Der technische Fortschritt macht auch vor der Universität nicht halt. Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen wird immer mehr über das Internet abgewickelt. Darüber hinaus wird die Betreuung der Veranstaltungen mehr und mehr über Lernplattformen im Internet realisiert.
Wir begrüßen diesen Fortschritt, wo er den Studierenden einen Nutzen bringt. Wir setzen uns aber auch für eine Kontrolle dieser Systeme ein. Wenn keine Dokumente aus Papier mehr die erfolgreiche Teilnahme an Lehrveranstaltungen belegen, wird ein Datenverlust für alle Beteiligten zum Fiasko. Gleichzeitigfallen in diesen Lernplattformen personenbezogene Daten über die Studierenden an. So können aus dem Zeitpunkt, an dem sich Studierende erstmalig Arbeitsunterlagen aus einer Lernplattform herunterladen, Schlüsse auf das Arbeitsverhalten gezogen werden.
Wir sprechen uns klar gegen die Verfügbarkeit der Daten zum Nutzerverhalten aus. Viele Studierende nutzen die elektronischen Plattformen wenig bis gar nicht und kopieren sich benötigte Unterlagen von Kommilitonen. Aus den anfallenden Nutzungsdaten können damit nur falsche Schlüsse gezogen werden. Wir fordern weiter von der Universität sicherzustellen, dass die Daten vor Verlust und Verfälschung geschützt werden. Außerdem ist dringend eine Überarbeitung der Schreib- und Leserechten erforderlich. Jeder Nutzer und insbesondere Dozent sollte auf nicht mehr Daten, als er für seine Veranstaltung braucht zugreifen können.
Zudem ist ein Dschungel an verschiedenen Lernplattformen entstanden. Es kommt vor, dass ein Student in seinem Studium bis zu vier verschiedenen Plattformen nutzen muss, jede mit einer völlig eigenen Struktur. Wir fordern die Vereinheitlichung der Systeme, um den Studierenden Zeitaufwand und Nerven bei der Nutzung zu sparen. Außerdem ist es dringend erforderlich, die Benutzeroberfläche auf die Bedürfnisse der Studierenden anzupassen.
Derzeit arbeiten wir daran, dass die UdS-Card campusweit auch zum Kopieren und Drucken eingesetzt werden kann, um z. B. die knickempfindlichen Papierkarten abzuschaffen. Weiterhin sollte die UdS-Card in mehr Gebäuden als bisher zum Gebäudezugang rund um die Uhr genutzt werden können, um die Abhängigkeit von teilweise recht eingeschränkten Öffnungszeiten zu reduzieren. Kopieren Aus den Kopierern auf dem Campus muss mehr herausgeholt werden. Zum Einen hat sich die Multifunktionalität von Kopierern fortentwickelt, so dass wir mehr Serviceleistungen von den aufgestellten Kopiergeräten erwarten. Mittlerweile stellt es technisch kein Problem mehr dar, dass auch die Großkopierer PDF-Dateien erzeugen, die sich mit dem USB-Stick mit nach Hause nehmen lassen oder gleich vom Kopierer per E-Mail-Adressen-Eingabe auf den eigenen Rechner geschickt werden können. Wir kämpfen dafür, dass den Studierenden auch dieser Service ermöglicht wird.
Weiterhin konnten wir bei der Universität erreichen, dass die Zeit, nach der die Kopierer in den Energiesparmodus wechseln, verkürzt wird. So lässt sich die Umwelt schonen und gleichzeitig Geld sparen.
Die Studierenden an der Universität müssen zukünftig viel stärker in für sie relevante Entscheidungen eingebunden werden. Denn die Studierenden wissen oft am Besten was sie von guter Lehre erwarten und was für sie gute Studienbedingungen sind. Die Erfahrungen aus der Reform der Bachelor-Reform, an der die Studierenden in vielen Fächern stark eingebunden waren, haben gezeigt, dass die Fakultäten und die Uni gut daran tun, engagierte Studierende stärker einzubinden. Die Bachelor-Studiengänge konnten so zum Teil deutlich verbessert werden. Dennoch sind die Studierenden, respektive ihre gewählten Vertreter, noch an vielen Stellen unterrepräsentiert. Die Aktiven Idealisten wollen die studentische Mitbestimmung stärken.
Hier werden die wichtigen Entscheidungen für die Lehre und die Universität im Allgemeinen getroffen. Die Studierenden sind hier bislang nicht vertreten. Die Aktiven Idealisten fordern die Einführung einer studentischen Vertretung im Präsidium mit Stimmrecht.
Bei der Neuberufung von Professoren muss viel stärker auf gute Lehre geachtet werden. Forschung ist für die Universität wichtig, für die Studierenden steht aber zunächst die Lehre im Vordergrund. Dies ist insbesondere nach der starken Verschulung des Studiums durch Bachelor/Master von entscheidender Bedeutung. Ein erster Schritt zur Steigerung der Qualität der Lehre ist daher, das Stimmgewicht, wie auch die Beteiligung der Studierenden in den Berufungskommissionen zu erhöhen.
Im Universitätsrat werden die zukunftsweisenden Entscheidungen für die Universität getroffen. Derzeit sitzt nur ein Student mit beratender Funktion in diesem Gremium. Wir fordern an dieser Stelle Stimmrecht. Außerdem muss sicher gestellt sein, dass im Universitätsrat nicht hauptsächlich Wirtschaftsinteressen vertreten werden.
Als größte Gruppe an der Universität, neben Professoren und Mitarbeitern, sind die Studierenden im Senat deutlich unterrepräsentiert. Wir fordern, dass, analog zu den Professoren, zukünftig aus jeder Fakultät ein studentischer Senator gewählt wird.
Die Aktiven Idealisten wollen erreichen, dass studentische Initiativen bei ihrer Arbeit stärker unterstützt werden. Daran haben wir die letzten Jahre im AStA gearbeitet, denn unserer Meinung nach, gehört dies zu den Aufgaben einer Studierendenvertretung. Studentische Gruppierungen sind wichtig, weil sie auf dem Campus dafür sorgen und zeigen, dass es mehr gibt als Studium.
Wir haben erreicht, dass zukünftig ein Raum zur Verfügung steht, in dem studentische Gruppierungen tagen, arbeiten und Veranstaltungen durchführen können. Dieser Raum soll unserer Meinung nach weiterhin allen Gruppen offen stehen. Darüber hinaus soll zukünftig die Unterstützung mit Material, Kopien und anderem (z.B. Raumsuche für größere Veranstaltungen) ausgeweitet werden. Natürlich muss dabei auf die finanzielle Situation der Gruppierung geachtet werden.
In den letzten zwölf Jahren wurde die überwiegende Mehrheit der Fachschaftsreferentinnen und -referenten immer von den Aktiven Idealisten gestellt. Wir halten dieses Referat für besonders wichtig, weil die Fachschaften für die Studierenden eine gar nicht hoch genug einzuschätzende Arbeit leisten. Die Fachschaften wissen am besten über die Situationen in den Fachbereichen Bescheid. Daher muss der AStA in ständigem Kontakt mit den Fachschaften bleiben. Wir treten mit kontinuierlicher Arbeit dafür ein, die Fachschaften wo immer möglich zu unterstützen. Der Universität gegenüber betonen wir immer wieder , dass ein reibungsloser Betrieb in den einzelnen Fachbereichen ohne die ehrenamtliche Arbeit in den Fachschaften nicht möglich ist. Die Fachschaftsräte sind die Gremien, die den engsten Kontakt mit den Studierenden pflegen. Einen regen Austausch unter den Studierenden und Lehrenden herzustellen ist die eine Aufgabe der Fachschaftsräte. Zusätzlich sollen sie natürlich alle Interessen ihrer Fachschaft gegenüber der Universität und der Professorenschaft vertreten.
In den letzten Jahren haben wir erreicht, dass die den Fachschaften zur Verfügung stehenden Etats für Sachmittel und Reisekosten erhöht sowie ein Sonderetat für Hardware eingerichtet wurde, um auch auf diesem Wege die Arbeit der Fachschaften zu unterstützen. Darüber hinaus wurden durch unseren Einsatz im AStA vermehrt Sonderfachschaftskonferenzen einberufen, um die Mitbestimmung der Fachschaftsräte in den universitären Gremien zu stärken.
Jeder Studienstart ist verwirrend. Viele studieren an der UdS und bekommen während ihres Studiums von der Arbeit der einzelnen Gremien kaum etwas mit. Dabei funktioniert die Universität maßgeblich über Gremien, in denen auch Studierende mitwirken. Um die Möglichkeiten der Mitbestimmung bekannter zu machen, sollten die Gremien auch bei den Einführungsveranstaltungen vorgestellt werden. Bei einer solchen Einführungsveranstaltung können Gremien sich und ihre Arbeit vorstellen und alle Studierenden könne erfahren, wie sie mitwirken können.
Darüber hinaus wollen wir stärkere über unsere Gremientätigkeit informieren und uns mit anderen studentischen Gremienmitgliedern vernetzen. Uns ist wichtig die studentischen Mitglieder in Gremien über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären.
Studieren mit Kind muss möglich sein, daher setzen sich die Aktiven Idealisten für weitere Verbesserungen ein. Die Kindertagesstätte des Studentenwerks soll nach dem Wunsch vieler Eltern ihre Öffnungszeiten erweitern. Dies wäre zum jetzigen Zeitpunkt nur mit einer Sozialbeitragserhöhung gegangen, was allen anderen Studierenden gegenüber unfair gewesen wäre. Wir versuchen daher aus anderen Töpfen Geld für die Kita zu bekommen, damit das Betreuungsangebot auf dem Campus verbessert werden kann. Darüber hinaus setzen wir uns für die Einrichtung einer Babybeihilfe ein (siehe „Babybeihlife“ unter Studien- und Hochschulfinanzierung).
Die Aktiven Idealisten wollen auch weiterhin im AStA die Interessen von Homo- und Bisexuellen vertreten. Schon im letzten Jahr gab es bei uns im AStA das Angebot, unter dem Motto: „Schwul, lesbisch, bisexuell, neugierig?“ Gleichgesinnte kennen zu lernen, sich zu treffen, Probleme auszutauschen oder einfach nur gemeinsam etwas trinken zu gehen und zu feiern. Dieses Konzept möchten wir weiter verfolgen, denn leider gibt es immer noch zu viele Vorurteile gegen „Nicht-Heteros“, auch auf dem Campus.
Leider gibt es immer noch zu viele Barrieren für Behinderte auf dem Campus. Eine Verbesserung für Rollstuhlfahrer ist seit der Eröffnung des neuen „Campus Centers“ die bessere Erreichbarkeit des Behindertenbeauftragten der UdS, der zuvor jahrelang in einem Gebäude ohne Aufzug im ersten Obergeschoss untergebracht war und nun in das neueröffnete Gebäude umgezogen ist. Zugleich hat sich beim Campus Center gezeigt, dass auch bei aktuellen Neubauten darauf geachtet werden muss, dass sie tatsächlich behindertengerecht eingerichtet werden (fehlende Rampe zum Studierendensekretariat). Wir möchten zusammen mit behinderten Studierenden die größten Hürden aufspüren und Lösungskonzepte entwickeln, die den Betroffenen den Alltag an der Uni erleichtern helfen.
Die Verkehrszeichen auf dem Campus sind teilweise schlecht einsehbar. Insbesondere die Markierungen auf dem Boden sind sehr verwaschen oder schon gar nicht mehr vorhanden. Daher fordern wir die unverzügliche Neumarkierung von Behindertenparkplätzen und Zebrastreifen. Da falsch parkende Fahrzeuge häufig Fußgänger und Behinderte in Gefahr bringen, fordern wir ein strikteres Vorgehen seitens der Universität gegen Falschparker.
Um die Attraktivität des umweltfreundlichen Verkehrsmittels Fahrrad zu steigern, fordern wir überdachte Fahrradständer. Diese müssen flächendeckend auf dem Campus Homburg und Campus Saarbrücken vorhanden sein.
Wir fordern den Ausbau der Busanbindungen, insbesondere zu den Hauptvorlesungszeiten. Zu oft sind Busse überfüllt, sodass wartende Studierende stehen gelassen werden. Die Abfahr- und Ankunftsfahrzeiten müssen besser mit den Vorlesungszeiten vertaktet werden.
Zudem zwingen überfüllte Buslinien zu den Hauptzeiten die Studierenden immer wieder dazu auf andere Transportmittel umzusteigen - meistens das Auto. Ein Teil der Parkplätze wäre wesentlich seltener besetzt, wenn Studierende zu jeder Zeit (sagen wir innerhalb von 15 Minuten tagsüber) sicher sein könnten, dass sie eine entsprechende Möglichkeit haben, ohne PKW den Campus zu erreichen. So lange dieser Punkt im Argen liegt, zieht er einige Probleme nach sich. Daher fordern die Aktiven Idealisten: Erhaltet das Semesterticket zu preiswerten Konditionen und verbessert die Anbindung an die Universität.
Die Parkhäuser sind oft überfüllt. Damit Studierende, die auf das Auto angewiesen sind, an der Uni auch parken können, fordern die Aktiven Idealisten den Bau eines weiteren Parkhauses. Parkgebühren abschaffen Ein Campus ohne hektischen PKW-Verkehr ist ein lohnenswertes Ziel. Die 2008 für die Parkhäuser eingeführte Parkgebührenregelung kann aber dennoch keine Lösung sein. Die Aktiven Idealisten stellen sich vehement gegen die eingeführten Parkgebühren. Mit der derzeitigen Regelung wird der Campus nicht ärmer an Autos, sondern die finanziell stark belasteten Studierenden werden ärmer.
Die Universität plant ein neues Werbekonzept, welches vorsieht das wilde Plakatieren auf dem Campus zu unterbinden. Feste Werbeflächen sollen vermietet werden und somit zusätzliche Einnahmen für die Universität generiert werden. Die Aktiven Idealisten unterstützen dies nur unter der Bedingung, dass genügend Flächen für die Studierenden kostenlos zur Verfügung stehen. Das können Infobretter mit Wohnungs-, Praktikums- oder sonstigen Angeboten sein oder auch Flächen, auf denen studentische Organisationen, Fachschaften und AStA ihre Veranstaltungen bewerben und über ihre Arbeit und Aktuelles informieren können.
Für ein ähnliches Vorgehen setzen wir uns in den Fakultäten ein, die im letzten Jahr den Genehmigungszwang für Plakate eingeführt haben. Bis dahin sollten hier die Fachschaften der betroffenen Gebäude und der AStA für die Genehmigung von Aushängen zuständig sein. Die alleinige Entscheidungsgewalt, worüber informiert werden kann, darf nicht nur bei den Dekanaten liegen. Ein studentischer Campus lebt von vielfältigen Angeboten von Studierenden für Studierende.
Die Sicherheit für Studierende auf dem Campus weist momentan einige Lücken auf - besonders nachts. Die Beleuchtungssituation ist in weiten Teilen unbefriedigend. Während einige Studierende dadurch durchaus (fast) direkt eine Laterne vor ihrem Fenster haben, gibt es in einigen Bereichen unbeleuchtete Stellen, die aus mehreren Gründen riskant sind. Insbesondere ist dort die Gefahr übersehen zu werden stark erhöht. Wir fordern eine ordentliche und sinnvolle Beleuchtung auf dem Campus! Dafür werden wir ein Konzept ausarbeiten und uns für die Arbeit des Beleuchtungskonzepts einsetzen.
Viele der auf dem Campus lebenden Studierenden (ein nicht zu vernachlässigender Teil davon nicht einheimisch) sind verschiedenen Störfaktoren ausgesetzt - an erster Stelle Baulärm. Nicht genug, dass dieser schon alle Beteiligten bei konzentrierter Arbeit stört. Nein, die Studierenden in den Campus-Wohnheimen sind ihm auch in ihren möglichen Ruhephasen ausgesetzt (abgesehen von den nächtlichen Arbeitspausen). Weiterhin sollte auch dafür Sorge getragen werden, dass die Wohnheime in zumutbarem Zustand erhalten werden. An dieser Stelle muss in erster Linie das Wohnheim D genannt werden, wo die Wohnsituation das Wohlgefühl stark strapaziert. Schimmel, jedes Geräusch vom Nachbarn nebenan, obendrüber und untendrunter sowie tierische Mitbewohner, die allgemein nicht zu den Haustieren gezählt werden dürfen, können kein dauerhafter Zustand sein. Hier setzen sich die Aktiven Idealisten für eine umgehende Sanierung ein, die aber auch dafür Sorge trägt, dass das Gemeinschaftsleben in seiner jetzigen Form erhalten bleibt.
Mensa und Mensacafé sorgen bekanntlich mit ihren reichhaltigen und preiswerten Gerichten für das leibliche Wohl der Studierenden. Nach dem es der studentischen Vertreterin von den Aktiven Idealisten, Melanie Manusch, im Vorstand gelungen ist, die Mensa in Saarbrücken auch am Samstag öffnen zu lassen, streben wir jetzt einen Ausbau der Öffnungszeiten in der Mensa in Homburg an. Wir möchten, dass die Mensa auch weiterhin ein breitgefächertes Angebot bereithält und wir setzen uns für eine Optimierung desselbigen ein.
In der Mensa werden Unmengen an Eiern für Pudding, Backwaren und Panade verarbeitet. Zwar ist die Käfighaltung in Deutschland verboten, aber im benachbarten Ausland ist diese Haltung immer noch erlaubt. Die Aktiven Idealisten fordern, dass das Studentenwerk ausschließlich Eier aus Freilandhaltung für die Essensherstellung verwendet. Dafür werden wir uns im Vorstand und im Verwaltungsrat des Studentenwerks einsetzen.
Vegetarisches Essen besteht nicht nur aus fleischloser Kost. Heute wird Vegetariern häufig Nachspeisen angeboten, die Gelatine enthalten. Wir fordern, dass vegetarisches Essen seinen Namen verdient. Im Angebot der Mensa fehlt außerdem laktosefreies Essen. Mehr und mehr Menschen leiden unter Laktose-Intoleranz. Da entsprechendes Essen in der Mensa fehlt, können diese das Angebot der Mensa nicht nutzen. Wir fordern daher täglich ein Gericht für Menschen, die unter dieser Intoleranz leiden.
Neben den Mensen, betreibt das Studentenwerk eine Kindertagesstätte für die Kinder der Studierenden. Mit dem Betrieb der Wohnheime bietet es Studierenden preisgünstigen Wohnraum. Die Sozialleistungen des Studentenwerks kosten Geld. In der Regel versucht das Studentenwerk Preissteigerungen für Personal und Energie über die Erhöhung der Semesterbeiträge abzufangen. Mit Melanie Manusch im Vorstand des Studentenwerks setzt sich eine Aktive Idealistin dafür ein, dass Preis- bzw. Mieterhöhungen, die insbesondere sozial schwache Studierende treffen, möglichst vermieden werden können. Da gerade die Mensa-Preise von der Höhe der Landeszuschüsse abhängig sind, achtet sie darauf, dass das Land hier in der Pflicht und so das Angebot des Studentenwerkes erhalten bleibt. Die Aktiven Idealisten versuchen auch in diesem Punkt die Konsequenzen für die Studierenden möglichst gering zu halten, indem wir darauf drängen, dass Uni und Landespolitik zu ihrer Verantwortung stehen. Zudem setzen sich die Aktiven Idealisten für den Serviceerhalt des Studentenwerks ein. Aktuell drängen wir darauf, dass die dringenden erforderlichen Sanierungsmaßnahmen, insbesondere in Wohnheim C und D vorgenommen werden. Außerdem unterstützen wir den Ausbau der Psychologischen-psychotherapeutischen Beratungsstelle, die ab sofort dem Studentenwerk untersteht, sofern die Kosten sich für die Studierenden in Grenzen halten.
Kultur ist in aller Munde, alle finden sie wichtig, alle wollen sie.
Ein gutes Beispiel für geschickte Förderung des kulturellen Lebens ist der freie Eintritt in die Spielstätten des saarländischen Staatstheaters für Studierende, der durch den von AI und CampusGrün geführten AStA erreicht werden konnte. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Angebot auch für die weiteren Spielzeiten des saarländischen Staatstheaters weiter wahrgenommen werden kann. Dazu verhandeln wir gerade die Fortsetzung des erfolgreichen Vertrages. Damit der Sozialbeitrag der Studierenden nicht erhöht werden muss, haben wir bereits für die Bereitstellung der notwendigen Mittel im Haushalt der Studierendenschaft gesorgt.
Zum einen sind wir für eine Weiterführung der AStA-Semestereröffnungsfete und des AStA Open Air. Sie sind in den letzten Jahren ein fester Bestandteil des Campuslebens geworden. Was die Linie der Universität beim Umgang mit externen Party-Anbietern angeht, sind wir für eine vorsichtige Genehmigungspolitik, denn es darf aus unserer Sicht nicht zu einer Verdrängung der studentisch organisierten Veranstaltungen kommen. Fachschaftsparties mit vielen freiwillig Helfenden und Getränken zum Selbstkostenpreis müssen immer Vorrang vor kommerziellen Ereignissen haben.
Darüber hinaus wurden und werden von AStA-Seite selbst natürlich auch zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Rahmen von Sport- und Filmveranstaltungen (UNIFILM, Kino Open Air) angeboten. Wir möchten in Zukunft vor allem wieder das kulturelle Profil des AStA stärken und mehrere kulturelle Veranstaltungen auf dem Campus durchführen. Die Entwicklung hin zu einer Beschränkung auf Großfeten empfinden wir als Nachteil für den Kulturort Campus. Daher wollen wir ins Zukunft für mehr Nischenkultur auf dem Campus einsetzen sowie für die Durchführung kleinerer Veranstaltungen wie Lesungen, politischen Filmabenden oder auch interkulturellen Zusammenkünften.
Das kulturelle Angebot an der Universität ist zwar groß, aber unübersichtlich. Es ist viel Eigeninitiative und Geduld nötig, um für ein Hobby oder Interessengebiet Gleichgesinnte zu finden. Deshalb möchten wir solche Informationen besser organisieren und leichter zugänglich machen. Der AStA soll eine zentrale Anlaufstelle für Schauspieler, Musiker, Sportler und alle anderen Studierenden sein, die auf der Suche nach „ihrer“ Gruppe sind. Der AStA muss aber auch Ansprech- wie Koordinationspartner für die zahlreichen bereits bestehenden Gruppierungen sein. So kann ein konstruktiver Ideenaustausch zwischen den einzelnen Gruppen entstehen.
Zur Finanzierung wurde mit unserer Mitwirkung der eingetragene Verein UNIKULT e.V. gegründet, um kulturelle Ereignisse durch solide Finanzierung fördern zu können. AI besetzt seit dessen Gründung durchgängig Positionen der Gremien des Vereins. Außerdem möchten wir versuchen, einen Sponsorenpool einzurichten, durch den kulturelle studentische Gruppen gefördert werden.
Der AStA ist die Vertretung der Studierenden. Es ist seine Aufgabe die Belange der Studierendenschaft bei Professoren der Universitätsleitung und dem Land vorzubringen und sich dafür einzusetzen. Mit Themen wie Studienorganisation, Gebühren, Sozialbeitrag, Prüfungssituation und der Beratung der Studierenden hat der AStA bereits jede Menge zu tun. Das ist richtig und wichtig so. Die Frage ob Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen oder die Bundeswehr in Afghanistan eingesetzt werden soll möge man sich in der Politik befassen. Die Aktiven Idealisten aber machen Hochschulpolitik und setzen sich für die Studierenden ein. Nach unserem Willen soll das auch im AStA so bleiben. Abgesehen davon gehören alles Studierenden der Uni automatisch zur Studierendenschaft, die durch den AStA vertreten wird. Dies kann man sich auch nicht aussuchen. Daher wäre es falsch, wenn der AStA die politische Position aller Studierenden vertreten würde, da er das schlichtweg nicht kann. Alles was mit dem Studium zu tun hat aber schon. Denn wir alle sind selbst Studenten.
Im Gegensatz zum allgemeinpolitischen Mandat geht es bei politischer Bildung lediglich um die Information (zur Meinungsbildung) über bestimmte (politische) Themen. Dies soll auch in Zukunft in Form von Diskussionsrunden, Vorträgen und anderen Veranstaltungen passieren.
Der AStA bildet aber auch eine wichtige Anlaufstelle für Studierende, die sich in einer Notlage befinden. Gerade bei einer sich immer schwieriger gestaltenden Studiensituation betrachten wir den AStA als Anlaufstelle, der oftmals entweder schon direkt helfen kann oder aber zumindest weiß, wo Hilfe zu bekommen ist. Im Interesse aller Studierenden beteiligen wir uns aktiv am Erhalt und der Verbesserung der inzwischen erreichten hohen Qualität des AStA.
Wie die gesamte Uni ist auch die wichtigste studentische Interessenvertretung von den Studierenden nicht mehr vorwiegend als Behörde oder Spielwiese für Jungpolitiker zu verstehen, sondern als Dienstleister und offene Anlaufstelle für alle. Folgerichtig setzen wir uns dafür ein, dass Ihr dort den größtmöglichen Service bekommt. Dies konnten wir in den letzten Jahren vor allem durch die von uns geleiteten Referate und Projekte, darunter die Referate „Studienfinanzierung“, „Ausländer“, „Fachschaften“ und „Recht“, zeigen.
Durch die neuen Studienabschlüsse trat die Verbesserung der Studienqualität immer mehr in den Vordergrund, weshalb wir ein AStA-Referat „Studienqualität“ geschaffen haben.
Der AStA ist als Interessenvertretung das wichtigste Gremium, das die Studierenden haben. Wir wollen, dass im AStA nur Leute arbeiten, von denen wir überzeugt sind, dass sie ihre Arbeit zu Eurer Zufriedenheit machen. Seit Jahren befürworten und praktizieren wir den „Offenen AStA“, in dem sich alle engagieren können, die Lust dazu haben. So wurden mit unserer Unterstützung in den AStA auch immer unabhängige Leute gewählt, ohne dass sie unserer oder einer anderen hochschulpolitischen Gruppierungen angehörten.
Uns kommt es vor allem auf konstruktive Arbeit an. Das kann man schon an der Zusammensetzung erkennen. Aus den verschiedensten Fakultäten und Fachrichtungen haben sich Studierende entschlossen, sich gemeinsam in hochschulpolitischen Bereichen zu engagieren. Das vermeidet sowohl eine Bevorzugung einer bestimmten Fakultät vor anderen als auch eine landes- oder bundespolitisch einseitig geprägte Ausrichtung. Wir haben auch keine Landes- oder Bundespartei, die uns mit verschiedenen Ressourcen oder ideologischen Vorgaben unterstützt. Unser oberstes Ziel ist es konstruktive, erfolgreiche und umsetzbare Lösungen zu finden. Unabhängigkeit von einer Mutterpartei und deren Belangen ist dabei eine unserer Stärken. So können wir unvoreingenommen Ideen und Lösungswege erwägen, die bei anderen aus parteipolitischen Implikationen schon im Vorfeld nicht in Betracht gezogen werden.
Daher gibt es innerhalb der Gruppe keinen Meinungszwang. Wir schätzen unterschiedliche Standpunkte und versuchen die entstehenden Konflikte studierenden- und zielorientiert zu lösen und so das Beste für alle Beteiligten zu erreichen. Die Ungebundenheit von einer Mutterpartei, die die politische Richtung vorgibt, und unsere Vielfalt helfen uns dabei, den Blick fürs Wesentliche zu bewahren: die Belange der Studierenden.
Konstruktivität und Effizienz in der Hochschulpolitik liegen uns sehr am Herzen, auch im Studierendenparlament (StuPa). Blockieren von Sitzungen oder Trickserei mit Satzungsrecht, damit unliebsame Beschlüsse nicht gefasst werden können, gibt es bei uns nicht. Wir nehmen unseren Wählerauftrag ernst. Dies kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass wir in den letzten Jahren immer eine hohe Anwesenheitsquote im StuPa vorzuweisen hatten und auf den Sitzungen normalerweise auch von Anfang bis Ende (und nicht nur zu den Tagesordnungspunkten, die uns besonders wichtig erscheinen) anwesend sind.
Seit unserer Gründung 1995 sind die Aktiven Idealisten als einzige Liste jedes Jahr mit Referenten im AStA mit dabei. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass niemand die konstruktive Zusammenarbeit mit uns zu scheuen braucht. In dieser Zeit hat sich natürlich auch ein Wissenspool im Umgang mit unipolitischen Problemen gebildet, was bedeutet, dass wir aufgrund unserer Erfahrung schon gewisse Kompetenzen erlangt haben, die uns auch für die Zukunft bei Belangen der Studierendenschaft hilfreich sein werden.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Interessen der Studierenden zu vertreten: die Gremien für die Verteilung der Kompensationsmittel für Studiengebühren, den Senat, das Studierendenparlament (StuPa) und den Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA), um nur einige zu nennen.